Title: Textile Anschlagmittel
Author: RegioHelden
Published: 4. Januar 2021
Last modified: 7. Februar 2024

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# Textile Anschlagmittel

## Grundregeln für sicheres Heben mit textilen Anschlagmitteln

## 1. Rechtsgrundlage

Die technischen Anforderungen und die Hinweise zur Herstellung von Rundschlingen
und Hebebändern sind europaweit in der EN 1492-1 und 1492-2 festgeschrieben. National
heißen die Normen DIN. Zur Konformitätskennzeichnung nach Maschinenrichtlinie 2006/
42 EG tragen textile Anschlagmittel, die der Europanorm entsprechen, das CE- Zeichen.
Darüber hinaus findet auch die DGUV Regel 100-500 Anwendung. Nehmen Sie [Kontakt](https://www.hansatec.de/kontakt/?output_format=md)
auf!

## 2. Tragfähigkeit und Lastanschlagfaktor

Aus dem Gewicht der Last und der Anschlagart ergibt sich die Tragfähigkeit des Anschlagmittels.
Die **häufigsten Anschlagarten für Hebebänder und Rundschlingen** entnehmen Sie 
der nach­folgenden ­Tabelle.

![Hebe und Zurrtechnik Anschlagarten Osterholz Scharmbeck](https://www.hansatec.
de/wp-content/uploads/sites/5652/2021/01/Hebe-und-Zurrtechnik-Anschlagarten-Osterholz-
Scharmbeck.png)

In Abhängigkeit von der Anschlagart verändert sich die Tragfähigkeit eines Anschlagmittels.
Die Veränderung der Tragfähigkeit wird **durch den Lastanschlagfaktor angegeben**.
Die Nenntragfähigkeit eines Anschlagmittels wird in der Anschlagart „einfach direkt“
angegeben. Den Lastanschlagfaktor für die restlichen Anschlagarten entnehmen Sie
bitte der untenstehenden Tabelle.

![Hebe und Zurrtechnik Tabelle Osterholz Scharmbeck](https://www.hansatec.de/wp-
content/uploads/sites/5652/2021/01/Hebe-und-Zurrtechnik-Tabelle-Osterholz-Scharmbeck.
png)

**Wichtig: **Über ­einen Winkel­bereich von mehr ­als 60° darf nicht angeschlagen
werden – die auftretenden Kräfte sind dann unbeherrschbar.

![Hebe und Zurrtechnik Grafik Osterholz Scharmbeck](https://www.hansatec.de/wp-content/
uploads/sites/5652/2021/01/Hebe-und-Zurrtechnik-Grafik-Osterholz-Scharmbeck.png)

## 3. Handhabung und Einsatz

Hebebänder und Rund­schlingen werden durch eine in der **Europa­norm festgelegte
Farbe** in Ihrer Nenntragfähigkeit gekennzeichnet.

Der Verwender hat deswegen zusätzliche Sicherheit bei der Zuordnung der Tragfähigkeit.
Alle Nenntragfähigkeiten ab 10.000 kg sind orange, alle Zwischengrösen in einer 
eindeutig anderen Farbe (bei SpanSet oliv) zu kennzeichnen. Rohweiße, unbehandelte
Hebebänder sind nach DIN EN 1492ff nicht zulässig.

Hebebänder und Rund­schlingen aus **Polyester **können in einem Tempe­raturbereich
von –**40 bis +100° C** eingesetzt werden. Auch der Einsatz in Chemikalien ist nach
vorheriger Überprüfung und Freigabe durch den Hersteller möglich. Beim Anschlagen
mit textilen Hebebändern und Rundschlingen müssen Oberflächen und Kanten der Last
berücksichtigt werden, denn scharfe Kanten sind gefährlich und können das Anschlagmittel
beschädigen.

Eine scharfe Kante liegt immer dann vor, wenn der **Kan­ten­radius „r“ kleiner als
die Materialstärke „d“** des Anschlagmittels ist. Ist die Last scharf­kantig oder
hat die Last eine raue Oberfläche, muss das textile Anschlagmittel mit geeigneten
Abriebschutz-, Schutzschläuchen oder Festbeschichtungen ausgerüstet werden.

**Vorsicht: **Kein Abriebschutz ersetzt den schnittfesten Kantenschutz bei scharfkantigen
Lasten!

Grundsätzlich profitiert der Anwender beim Einsatz von Rundschlingen und Hebebändern
vom **geringen Eigengewicht **der Anschlagmittel und von der Möglichkeit, Lasten
materialschonend anzuschlagen.

### Praxis-Tipp:

Zur Verlängerung können Rundschlingen **mit einem „Joker“-Haken verbunden** werden.
Niemals dürfen Rundschlingen geknotet oder ineinander geschnürt werden, da die Tragfähigkeit
unkontrol­lier­bar reduziert wird.

## 4. Prüfung und Instandhaltung

Die Betriebssicherheitsverordnung empfiehlt, dass Hebebänder und Rundschlingen aus
Chemiefaserregelmäßig geprüft werden müssen. In Abhängigkeit von den Einsatzbedingungen
sind kürzere Prüfungsintervalle erforderlich. Die häufigsten Mängel sind **Einschnitte
ins tragende Gewebe**, Brandschäden durch Funkenflug, mechanische Beschädigung der
tragenden Nähte und des Rundschlingenschlauchs. Instandsetzungsarbeiten dürfen nur
vom Hersteller oder einer von ihm beauftragten Person durchgeführt werden.

Nehmen Sie Kontakt auf, um weitere Informationen zu erhalten: 
Tel.: [04791 - 964 110](https://www.hansatec.de/textile-anschlagmittel/+494791964110?output_format=md)
E-Mail: [info@hansatec.de](https://www.hansatec.de/textile-anschlagmittel/info@hansatec.de?output_format=md)

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Rudolf-Diesel-Straße 1727711 Osterholz-Scharmbeck

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